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Die
"Tegnue" von Chioggia
Natürliche feste Substrate der Seeküste von Chioggia
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Aus
den Schriften des Abtes G. Olivi wissen wir, dass bereits zu
Ende des 19. Jahrhunderts Felsformationen bekannt waren, die
auf dem Grund der italienischen Adriakünste liegen. Die
Fischer wussten von diesen Felsen und nannten sie „Tegnue“
(italienisch von tenere = halten), weil ihre Netze auf
Widerstand stießen und immer wieder hängen blieben.
Normalerweise mieden die Fischer diesen Bereich, obwohl es
dort eine große Vielfalt an Fischen gab
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Die
„Tegnue“ erstrecken sich entlang der gesamten Adriakünste
in einer Tiefe von 15 bis 40 Metern. Das Ausmaß der
Felsformationen variiert zwischen kleinen Inseln bis hin zu
mehrere 100 Meter großen Flächen. Eine der größten und
bekanntesten „Tegnue“ liegt bei Chioggia
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Die
„Tegnue“ sind karbonhaltige Felsen, die durch
Meeresorganismen entstanden sind; sie bestehen aus hartem,
zementartigem Sand. So haben sich in die letzten 3-4.000
Jahren natürliche „Riffe“ entwickelt, die sich zwar von
tropischen Korallenriffen unterscheiden, aber auch durch
rote, kalkhaltige Algen – Korallenriffen – gebildet
werden. Taucher können hier Lebensformen bewundern, die den
Meeresgrund in großer Vielfalt bevölkern; dies ist
einzigartig im Mittelmeer.
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| Besonderes
herausragend sind, wegen ihrer Form und ihren Farben, die
Schwämme, „ascidie“ und Seeanemonen. Es wimmelt von
Seesternen und Krustentieren, von kleinen Einsiedlerkrebsen
bis hin zu großen Hummern. Unter all diesen Fischen kann
man auch viele Schleimfische und Mönchsfische, kleine
Serrane sowie Drachenköpfe beobachten, und es fehlt auch
nicht an Meeraalen und Seeraben – typische Fische der
Lagune. |

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Oft
sieht man auch Schwärme von Zwergdorschen, die um die
Felsen schwimmen.
Der ökologische Wert dieses Lebensraumes wurde im August
2002 von einem biologischen Institut wieder entdeckt und
unter Schutz gestellt: das Fischen in diesen Bereichen ist
verboten. Das geschützte Areal wird durch die Stadt
Chioggia, von Forschungsinstituten und der Universität,
sowie von der Region Venedig und dem politischen Institut für
Landwirtschaft und der Küstenwache, von Fischerverbänden
und touristischen Organisationen betreut.
Ein
Dank geht an Piero Mescalchin für dessen Bemühungen und
Unterwasseraufnahmen. Heute arbeiten all diese Institutionen
unter dem Namen „Tegnue di Chioggia“ zusammen, um diesen
einzigartigen Bereich und seinen unschätzbaren Wert zu
erhalten.
Mit ein wenig Gewissenhaftigkeit und Vorbereitung können
Taucher diese einzigartige Unterwasserwelt besuchen und
bewundern. |
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Sito
Ufficiale dell'Associazione "Tegnue di Chioggia"
- ONLUS
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